PDCA Zyklus Do Phase – Mit den richtigen Methoden im Deming Kreis die richtigen Entscheidungen treffen

Kopf oder Zahl? Ich hoffe, dass wichtige Entscheidungen in Ihrer Organisation nicht auf diese Weise stattfinden. Ist doch klar, wie bei uns Entscheidungen getroffen werden, wird schnell erklärt. Doch, je genauer man hinschaut, desto schwieriger ist es nachzuvollziehen, wie Entscheidungen tatsächlich getroffen werden: War die Grundlage wirtschaftliches Kalkül, reifliche Überlegung oder einfach nur das bewährte Bauchgefühl? Wurde einsam durch einen Patriarchen entschieden, oder waren an der Entscheidung die Betroffenen beteiligt, oder ist diese einfach irgendwie passiert? Wann ist eine Entscheidung eine gute bzw. kluge Entscheidung? In der Durchführungsphase des Deming Kreis werden die während der Planungsphase festgelegten Maßnahmen getestet bzw. ausprobiert. Sie erhalten auf dieser Seite einen Überblick darüber, welche Kriterien in der Do Phase des PDCA Zyklus einen guten Entscheidungsfindungsprozess im Rahmen der PDCA Methode auszeichnen.

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Die Do Phase des PDCA Zyklus – Erfolg durch Qualität getroffener & umgesetzter Entscheidungen

Eine Entscheidung kann spontan, emotional, zufällig, rational oder systematisch erfolgen. Ob es sich bei einer Entscheidung letzten Endes um eine „richtige“ Entscheidung handelt, hängt von der Qualität und der Akzeptanz einer Entscheidung ab. Dies sind somit die beiden wichtigsten Kriterien, die über den Erfolg einer Entscheidung bestimmen. Diese Merkmale bilden quasi den Kern einer erfolgsorientierten Entscheidung:

Nur Entscheidungen, die sowohl Qualität und Akzeptanz aufweisen, können effektiv wirken.

Die Qualität der Entscheidung wird an dem gemessen, was letztlich daraus wird. Handeln bezeichnet den auf den Entscheid folgenden Prozess der Ausführung, der alles umfasst, was getan werden muss, um ein Vorhaben zu realisieren. Ausgehend von diesen beiden genannten Kriterien lassen sich sieben Fragen definieren, die Organisationen bei einer Entscheidung beantworten sollten:

• Welche Bedeutung hat die Entscheidung für die Organisation?
• Wie hoch ist die Wichtigkeit, dass eine Entscheidung durch das Team akzeptiert wird?
• Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass getroffene Entscheidungen durch das Team akzeptiert werden?
• Ist die Kompetenz des Vorgesetzten für eine Entscheidung ausreichend?
• Inwieweit trägt die Gruppe die Ziele der Organisation?
• Ist die Kompetenz der Gruppe für eine Entscheidung ausreichend?
• Ist die Gruppe methodisch entscheidungsfähig?

Anhand der Antworten kann der Vorgesetzte nun entscheiden, ob und wann er die Gruppenmitglieder einbeziehen sollte.

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Durch Auswahl der richtigen Methoden die Entscheidungsqualität in der Do Phase des PDCA Zyklus sichern

Entscheidungen zu während der Do Phase des Deming Kreis zu treffen bedeutet, sich für einzelne mögliche Auswahlvarianten – in der Regel anhand von sogenannten Beurteilungs- oder Bewertungskriterien – zu entscheiden. Voraussetzung ist, dass den zu begutachtenden Objekten, also den einzelnen Varianten, Kriterien zugewiesen wurden, welche die einzelnen Objekte in Hinblick auf die vorzunehmende Auswahl einer Variante kennzeichnend charakterisieren.

Im Qualitätsmanagement werden diese kennzeichnenden Eigenschaften als Merkmale bezeichnet. Definition Qualitätsmerkmal laut DIN EN ISO 9000:

„Inhärentes Merkmal eines Produktes, Prozesses oder Systems, das sich auf eine Anforderung bezieht“.

Der Begriff Qualität wiederum bedeutet laut DIN EN ISO 9000 :

„Der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“.

Die Entscheidungsqualität ist somit davon abhängig, ob der/die Entscheider sich auf diejenigen Merkmale festlegen, welche die zu erfüllenden Anforderungen am besten charakterisieren. Entscheidungsfindungsmethoden beinhalten deshalb in der Regel einen vorhergehenden Schritt der Darstellung und Beschreibung der Merkmale der zur Auswahl stehenden Varianten oder setzen diesen Schritt ungenannt voraus.

Info_Quadrat_Orange_354x354Experten Tipp: Sichern Sie die Informationsqualität
Die Qualität jeder Entscheidung der Do Phase des PDCA Zyklus hängt von der Qualität der zugrunde liegenden Informationen ab. Deshalb sollten
• Informationen richtig und aussagefähig sein und
—————–• rechtzeitig zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung vorhanden sein.

Für jede Entscheidungssituation in der Do Phase des PDCA Zyklus die geeignete Methode  

Zur Identifikation der geeigneten Methode und zur Beurteilung und Auswahl von Merkmalen hilft Ihnen in der Do Phase des PDCA Zyklus die Berücksichtigung der nachfolgenden Kriterien:

Intuitive Methoden
Spontane Orientierung an einem Gesamteindruck, der durch Präferenzordnung einiger mehr oder weniger bewusster Kriterien gebildet wird.

Dialektische Methoden
Ermittlung eines differenzierten, möglichst objektiven Meinungsbildes durch argumentative Abwägung von Vor- und Nachteilen (These und Antithese).

Formalisierte Methoden
Kombination unterschiedlicher methodischer Teilschritte nach genau festgelegten Handlungsanweisungen und einer Entscheidung nach quantifizierten Zahlenwerten. 

Einpersonen-Methoden
Die Entscheidung wird von einer Person alleine getroffen, d.h. diese macht alles mit sich selbst aus.

Mehrpersonen-Methoden
Bei der Entscheidungsfindung während der PDCA Zyklus Do Phase werden eine Vielzahl von Personen oder ggf. Institutionen beteiligt, die eine nachvollziehbare Begründung erwarten.

Zahl der Entscheidungsalternativen
Anzahl der Varianten, welche mit der Methode im Rahmen eines „Entscheidungsdurchlaufs“ herangezogen werden.

Die hier exemplarisch genannten Methoden der Deming Kreis Do Phase sind üblicherweise allgemein anwendbar. Für spezielle Entscheidungsfälle, z.B. der Risikobewertung, wurden für deren fachlichen Kontext Spezialmethoden für konkrete Aufgabenstellungen entwickelt.

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So finden Sie eine geeignete Methode zur Entscheidungsfindung in der Do Phase des PDCA Zyklus

Bezeichnung der Methode Beschreibung des Vorgehens mit Eignungshinweisen Intuitiv Dialektisch Formalisiert Einpersonen Mehrpersonen Alternativen

Klasseneinstufung

Potenziellen Varianten werden verschiedene Klassen zugeordnet, wobei die Beurteilenden in der Lage sein müssen, die Varianten durch intuitives Abwägen in Klassen zu trennen. Klasseneinstufung wird im Rahmen der Deming Kreis Do Phase häufig in Feedback-Formularen verwendet.

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Punktevergabe

Setzen von Schwerpunkten durch das Verteilen eines vorhandenen Punktebudgets auf die verschiedenen benannten Varianten mit anschließender Auszählung der Punkte je Variante und dem Ranking der Varianten.

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Anwaltsverfahren

Ein neutraler Experte informiert vor der Entscheidung Mitglieder eines Ausschusses über die Sinnhaftigkeit eines Entscheidungsvorschlags durch ein strukturiertes Fachplädoyer. Vor der Entscheidung sind Gegenpositionen anderer Experten aufzugreifen.

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für eine Variante

CAF(Consider all Facts) und PMI (Plus Minus Interesting)

Bei dieser Methode geht es darum, möglichst alle Einflussfaktoren für eine Entscheidung im Rahmen der PDCA Zyklus Do Phase zu finden. CAF ist die Vorstufe für die PMI-Erstellung in Form einer Pro-Contra-Bilanz durch Sammlung von Pro-Argumenten (Vorteilen) und Contra-Argumenten (Nachteilen).

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für eine Variante

Prioritäten-Matrix

Bewertung bestehender Varianten anhand vorher festgelegter strategischer Prioritäten in einer Entscheidungsmatrix, um zu ermitteln, welche der Varianten die Prioritäten (z.B. Kosteneffizienz,
Qualitätsverbesserung, Schnelligkeit,…) am umfassendsten erfüllt.

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Paarvergleichsmatrix

Paarweiser Vergleich einer Anzahl vordefinierter Varianten mit Kumulierung der einzelnen Paarbewertungen, um die attraktivsten Varianten zu bestimmen. Bei einer ergänzenden Gewichtung der Kriterien wird die Paarvergleichsmatrix den formalisierten Methoden zugeordnet.

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Equivalent - Alternatives Method

Ermittlung der überlegenen Lösung zwischen Varianten, die unterschiedliche Vorteile und Nachteile aufweisen und über mindestens ein messbares Kriterium verfügen, sodass für dieses Kompensationsquoten ermittelt werden können. Unter Zuhilfenahme einer sogenannten Standard-Alternative wird diese Methode als „Standard-Alternatives Method“ bezeichnet.

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Nutzwertanalyse

Ermittlung der günstigsten Handlungsoption aus verschiedenen Handlungsalternativen unter Berücksichtigung mehrerer Ziele. Hierzu wird den Varianten für jedes gewichtete Ziel ein messbarer Nutzen zugeordnet und durch Multiplikationen wird ein Teilnutzwert gebildet. Die einzelnen Teilnutzwerte wiederum werden additiv zu einem Gesamtnutzwert verdichtet. Die Variante mit dem höchsten Gesamtnutzwert wird gewählt.

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mittlere Anzahl


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