Das Prozessaudit – Umsetzung von Qualitätsaudits nach ISO 9001

Während ein Produktaudit lediglich feststellt, ob ein Produkt fehlerfrei oder fehlerhaft ist, dient ein Prozessaudit / Verfahrensaudit zur Prozessverbesserung und kommt in der Regel immer dann zur Anwendung, wenn ein Produktaudit Hauptfehler oder kritische Fehler bei Produkten aufgezeigt hat oder bei Prozessen, deren Parameter nicht direkt messbar sind, wie z.B. Schweißen, Löten, Gießen, Härten, Galvanisieren. Das Prozessaudit überprüft also bestimmte Vorgänge und Arbeitsabläufe auf systematische Fehler.

Ein solches Prozessaudit kann sich dann einfacher darstellen, wenn das Unternehmen bereits über eine fundierte Datenmenge zu den relevanten Prozessen verfügt. Ein systematisches Prozessmanagement kann hierbei helfen. Nicht umsonst ist ein solches systematisches Prozessmanagement Teil der erweiterten Forderungen der DIN EN ISO 9001 im Qualitätsmanagement. 

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Voraussetzungen zur Durchführung von Prozessaudits

Grundvoraussetzung für die Durchführung von Prozessaudits sind definierte und eingeführte Soll-Prozesse. Die in den Prozessen tätigen Personen müssen die Kenntnisse und Fähigkeiten zu Prozessen und Produkten haben, um in der Lage zu sein, den technologischen Zusammenhang zu verstehen, in welchem das Audit durchgeführt wird.

Diese Kenntnisse und Fähigkeiten sollten folgendes einschließen:

• Verständnis der Prozessvisualisierung und der prozessspezifischen
Begrifflichkeiten,
• Kenntnis der unternehmensspezifischen Prozesse und deren
Wechselwirkungen,
• Wissen um technische Merkmale von Prozessen und Produkten,
einschließlich von Dienstleistungen. 

Wie sieht nun der prinzipielle Ablauf des Prozessaudits aus?

Das nebenstehende Flussdiagramm veranschaulicht die Vorgehensweise der Umsetzung von Prozessaudits. Ein wesentlicher erfolgsrelevanter Umfang verbirgt sich hinter dem Prozessschritt 110, dem Auditprogramm. Der erste Schritt, bevor die Auditvorbereitung beginnen kann, ist die Prozesseingrenzung. Dabei spielt Ihre Prozesslandkarte eine wesentliche Rolle, welche die Prozesse mit deren Wechselwirkungen darstellt.

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Planung und Vorbereitung eines Prozessaudit Programms

Zur Abgrenzung der Prozesse und der Spiegelung mit den Normforderungen sollten Sie Ihre Prozesse von der Prozesslandkarte in eine  Normanforderungs-/ Prozessmatrix übertragen. In der Prozessmatrix sollten Sie nun für jeden Prozess der Prozesskategorien Führungsprozesse, Leistungs– und direkte Leistungsunterstützungsprozesse, sowie Unterstützungsprozesse die relevanten Normforderungen der einzelnen ISO 9001-Absätze zuordnen.

So bereiten Sie jedes einzelne Prozessaudit – Audit ISO 9001 vor

Der Auftraggeber des Audits, meistens die oberste Leitung, muss definieren, welcher der dargestellten Prozesse durch den Auditor bzw. das Auditorenteam betrachtet werden soll. Und dies unabhängig davon, ob das Prozessaudit planmäßig oder außerplanmäßig erfolgt. In der Normanforderungs-/Prozessmatrix muss der Auditor nun die Spalte mit dem zu auditierenden Prozess selektieren und entsprechende Fragen formulieren und diese in eine spezielle Prozessaudit Checkliste eintragen.

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Prozessaudit – Auf einen Blick zusammengefasst

Lesen Sie noch einmal zusammenfassend, wozu das Audit ISO 9001 bzw. ein Prozessaudit dient:

  • zur Bestätigung der direkten und indirekten Prozessparameter für die Lenkung der Prozessqualität und zur Verbesserung der Qualitätsfähigkeit des jeweiligen Verfahrens.
  • zur Sicherstellung der geforderten Ausprägung der Qualitätsmerkmale des Prozesses und systematischen Verbesserung der Prozessüberwachung während der Fertigung.

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